Facharzt Gynäkologie (m/w/d)
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Facharzt Gynäkologie (m/w/d)
Facharzt Frauenheilkunde und Geburtshilfe (m/w/d)
Alles zu Aufgaben, Gehalt & Weiterbildung bei Gynäkologie Jobs
Was macht ein Gynäkologe?
Ein Gynäkologe beziehungsweise Frauenarzt ist ein Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Frauenärzte führen z.B. Vorsorge- und Schwangerschaftsuntersuchungen durch. So sollen etwa Krebsarten, wie Brust-, Eierstock- oder Gebärmutterkrebs, frühzeitig entdeckt werden. In der Schwangerschaft kümmern sie sich um die Gesundheit des ungeborenen Kindes und der Mutter. Bei Menstruations- oder Wechseljahresbeschwerden verschreiben Frauenärzte Medikamente. Sie beraten Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Aber auch der Einsatz von Verhütungsmitteln wird in gynäkologischen Praxen durchgeführt. Standardtechniken zur Untersuchung sind Ultraschall, Abstriche, Tastuntersuchungen und visuelle Begutachtung. Gynäkologen nehmen auch Operationen vor. Zu den klassischen Eingriffen zählen das Entfernen von Eierstockzysten, Sterilisationen oder Gebärmutterentfernungen. In der Geburtshilfe begleiten sie Entbindungen und führen gegebenenfalls Kaiserschnitte aus.
Was braucht man, um Arzt zu werden?
Um Arzt zu werden, braucht man Abitur oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem medizinischen Beruf. Es sind mehr Menschen an einem Medizinstudium interessiert, als Studienplätze zur Verfügung stehen. Deshalb gibt es ein Bewerbungsverfahren, das je nach Universität unterschiedlich aufgebaut ist. Ein wichtiges Element ist der Numerus Clausus (NC). Das heißt, die besten Abiturienten können mit großer Sicherheit sofort mit dem Medizinstudium beginnen. Aktuell liegt der NC je nach Bundesland bei einem Abiturschnitt von 1,0 oder 1,1. Es gibt Möglichkeiten, seinen Abiturschnitt „aufzubessern“: Ein gutes Ergebnis im Medizinertest (TMS), den man freiwillig absolvieren kann, wird mit eingerechnet. Das Gleiche gilt für eine medizinische Berufsausbildung. Auch damit lässt sich der Notenschnitt optimieren. Bewerber mit einem Berufsabschluss im medizinischen Bereich ohne Abitur brauchen eine gute Abschlussnote.
Wie lange braucht man, um Frauenarzt zu werden?
Die Weiterbildung zum Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe dauert fünf Jahre. Mindestens drei Jahre davon müssen im Stationsdienst absolviert werden. Voraussetzung ist das abgeschlossene Medizinstudium und die ärztliche Approbation. Am Ende der Weiterbildung muss man eine Prüfung absolvieren.
Was verdient ein Gynäkologe?
Das Gehalt eines Gynäkologen ist von verschiedenen Faktoren abhängig:
- Beschäftigungsverhältnis: angestellt oder selbstständig
- Größe der Klinik
- Position
- Region
- Arbeitserfahrung & Zusatzqualifikationen
- Verantwortungsbereich & Aufgabenfeld
Nach Tarifvertrag verdienen Gynäkologen pro Monat 6.404 € bis 8.224 € brutto. Der Brutto-Durchschnittslohn liegt in vielen Bundesländern bei über 7.000 €. Für Nacht- oder Wochenenddienste können Zuschläge zum Standardlohn hinzukommen. In der Selbstständigkeit ist die Gehaltsspanne sehr groß. 2019 erwirtschafteten selbstständige Gynäkologen mit ihrer Praxis durchschnittlich einen Reinertrag von 209.000 €. Das entspricht einem Monatsverdienst von fast 17.500 € brutto. (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Wie können sich Gynäkologen spezialisieren?
Zusätzlich zur Facharztausbildung können ausgebildete Gynäkologen Weiterbildungen mit Schwerpunkt absolvieren. Dabei stehen drei Spezialgebiete zur Auswahl, die jeweils zwischen zwei und drei Jahren dauert:
- Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
- Gynäkologische Onkologie
- Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin
Daneben gibt es Zusatz-Weiterbildungen. Mit ihnen erwerben Frauenärzte weitere Qualifikationen. Sie berechtigen zur Durchführung bestimmter Untersuchungen, der Tätigkeit als Weiterbilder oder zum Tragen einer Zusatzbezeichnung. Fachgebiete sind beispielsweise Pränatalmedizin, Kindergynäkologie, medikamentöse Tumortherapie oder ärztliches Qualitätsmanagement.
Auch ein weiteres Studium ist möglich. Studiengänge wie Gesundheitsmanagement oder -ökonomie sowie Gesundheitswissenschaft/Public Health bieten Perspektiven für Führungspositionen im Gesundheitssystem.

